Lightroom 5.2 ist offiziell

Ab sofort kann das kostenlose Update auf Lightroom 5.2 installiert werden. Nebst vielen Fehlerbehebungen sind auch einige neue Funktionen zu finden.

Das Lightroom-Update sollte beim Programmstart von Lightroom automatisch gemeldet werden. Cloud-User werden innerhalb der Desktop-App automatisch auf das Update aufmerksam gemacht. Teilweise kann das auch ein paar Tage dauern, bis überall das Update registriert wird.

Wer nicht warten möchte, kann sich das Update auch manuell besorgen.

Download Mac

Download Windows

Allgemeine Infos zu den Bugfixes und den neuen Funktionen können HIER gefunden werden. Ich empfehle das Update allen Lightroom-Anwendern dringend. Lightroom 5 hatte bis jetzt einige schwerwiegende Bugs (Fehlende Ausgabeschärfung beim Export usw.).

Herzliche Grüsse

Ihr/Euer Michel Mayerle, www.ulrich-media.ch

Lightrom-Tether-Aufnahme mit Hotfolder

Lightrooms Tether-Funktionen sind mehr als dürftig. Im Zusammenspiel mit besseren Tether-Programmen macht Lightroom aber trotzdem eine gute Figur!

Um meine Canon EOS 5D Mark III etwas komfortabler im Tether-Modus betreiben zu können, habe ich mir auf der Canon-Webseite das Canon EOS Utility herunter geladen. Um den Download starten zu können, müssen die Seriennummer Ihrer Canon-Kamera eingeben. Ich habe gestern darüber berichtet, wie Sie Ihre Seriennummer am schnellsten auffinden können. Wie Sie im oben stehenden Film sehen können, arbeitet Lightroom bestens mit solchen Spezialprogrammen zusammen. Überzeugen Sie sich selber.

Herzliche Grüsse

Ihr/Euer Michel Mayerle, www.ulrich-media.ch

Fujifilm X100s – der etwas andere Testbericht

Wir sind die Borg. Sie werden assimiliert werden. Deaktivieren Sie Ihre Schutzschilde und ergeben Sie sich! Wir werden Ihre biologischen und technologischen Charakteristika den unsrigen hinzufügen. Ihre Kultur wird sich anpassen und uns dienen. Widerstand ist zwecklos…
Lauten die bekannten Worte aus Star Trek. Ich habe diesen Satz bewusst als Einleitung für meinen Artikel gewählt, denn am Ende besteht die Gefahr, dass man eine Erweiterung des eigenen Fotoequipments ernsthaft in Betracht zieht Zwinkerndes Smiley

Wer sich mit dem Thema Fotografie beschäftigt, dem ist sicherlich der Hype um die Fujifilm X100s nicht entgangen. Lange Listen an Vorbestellungen und ebenso lange Lieferzeiten. Obwohl die Kamera seit Anfang März im Handel ist, scheint die Nachfrage ungebrochen. Selbst bei Amazon muss man sich 6 Monate später, bei einer Bestellung in Geduld üben:

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Nun darf auch ich dieses hochgelobte stück Technik dank einer glücklichen Fügung, ausgiebig ausprobieren und will meine Eindrücke hier festhalten. Doch zunächst einmal, warum dieser Hype? Was macht die Kamera aus? Geschicktes Marketing und ein bisschen Retro-Design?

Wenn man sich im Internet ein wenig umschaut dann stolpert man über eine Vielzahl von blog Einträgen, “un-boxing” Videos, Testberichten und professionelle Videos die alle Funktionen beschreiben. Zwei Berichte möchte ich an dieser Stelle mal als Referenz angeben, In-Depth: The New Fujifilm X100s und Fallin’in Love all Over Again: The Fuji X100s versuchen in Worte zu fassen was die Faszination um die X100S ausmacht.

Erfrischend anders geschrieben hingegen ist der Bericht von Zack Arias Fuji x100s Review :: A Camera Walks Into A Bar. Alle haben jedoch eins gemein, sie propagieren das Ende der Digitalen Spiegelreflex Kamera: Fuji x100s Follow Up Review :: Life Without DSLRs

Design ist Geschmacksache und Retro scheint derzeit ganz im Trend. Mir gefällt es. Ich begrüße es zudem, dass man bei der Fuji die Blende mittels Objektivring verstellen kann. Ganz wie früher eben. Schon damals hat man sich Gedanken übe Bedienkonzepte gemacht, warum also nicht die Teile übernehmen die sich bewehrt haben? Ergonomisch findet man sich deshalb mit der X100s schnell zurecht. Wenn es überhaupt was zu beanstanden gäbe, dann ist es aus meiner Sicht das sehr leichtgängige Dreh-Rad (Lt. Handbuch: Funktionswähler) und der etwas gewöhnungsbedürftige Wahlhebel (Lt. Handbuch: Navigationssteuerung).

Auch die die Kombination des optischen Suchers mit elektronischer Einblendung von wichtigen Informationen ist gelungen – “Retro meets Technology”. Bauartbedingt liefert der optische Sucher jedoch ein in der Parallaxe verschobenen Bildeindruck. Die Elektronik liefert zwar eine Umrandung um den tatsächlichen Bildausschnitt anzuzeigen, doch es irritiert zu Beginn gewaltig. Man bekommt den Eindruck, das der Bildausschnitt wandert. Je nach Entfernung zum Objekt passt sich der Rahmen an. Mildern kann man diese Irritation über das aktivieren der KORR. AF_RAHMEN Funktion im Menü der Kamera. Völlige Abhilfe schafft der elektronische Sucher, hier wird immer der tatsächliche Bildausschnitt angezeigt. Alles in allem ist der Hybrid Sucher gelungen und nach kurzer Eingewöhnung mag ich Ihn nicht mehr missen.

Beim Vorgänger Modell wurde der Autofocus, also die automatische Scharfstellung bemängelt. Es ist zu lesen das der AF in der X100s um längen schneller und genauer ist als bei der X100. Nun, in meiner Wahrnehmung ist er nicht der schnellste. Wenn er scharf stellt, dann richtig. Im alltäglichen Umgang sicherlich ausreichend, doch wage ich zu bezweifeln das sich schnell bewegende Objekte, zuverlässig scharf stellen lassen. Mir ist es zumindest bisher noch nicht zuverlässig gelungen.

Die Bildqualität. Was soll ich sagen, haut mich absolut vom Hocker. Die vielen Bilder die man auf 500px, flickr oder ähnlichen Portalen findet sprechen Bände und ich beginne zu verstehen warum es einen solchen Hype um die Kamera gibt. Bei meiner letzten Foto-tour habe ich neben der Canon 7D auch die X100s benutzt. Bei identischer Konfiguration scheinen die Ergebnisse der X100s deutlich ansprechender und im Kontrast/Dynamikumfang wesentlich umfangreicher.

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Manch einer argumentiert an dieser Stelle über die Tatsache das die X100s nur mit Festbrennweite 23mm (entspricht ~35mm Kleinbild) ausgestattet und lediglich ein Weitwinkelvorsatz erhältlich ist. Für die meisten Motive reichen diese 35mm. Positiver Nebeneffekt, man setzt sich mehr mit seinem Motiv und der Bildidee auseinander und wagt neue Perspektiven. Ich empfinde es daher eher als Bereicherung.

Nebenbei bemerkt, meine für Canon ausgelegte Blitzausrüstung funktioniert hervorragend an der X100s – mit einer Einschränkung, ETTL Messung, auf die muss ich verzichten. Kurioser Weise ist das Canon Blitzkabel OC-E3, das derzeit einzige Kabel welches im Zusammenspiel mit Fujifilm Blitzen das ETTL Signal durchschleift.

Was ist nun dran am Ende der DSLR? Sagen wir es so, ich würde die X100s jeder Spiegelreflex mit angeklebter 35mm Festbrennweite bevorzugen. Der neue Sensor scheint denen der aktuell am Markt befindlichen DSLR APC Sensoren um einen Deut voraus. Warum glaube ich dennoch, dass die DSLR weiterhin seinen festen Bestandteil in der Fotografenwelt haben wird?

  1. AF Geschwindigkeit, meine 7d fokussiert wesentlich schneller und der Kontinuierliche Autofocus wird seinem Namen gerecht.
  2. Festbrennweite. Ja es gibt auch Modelle in der X-Serie von Fuji bei denen die Objektive gewechselt werden können. Ein lichtstarkes Teleobjektiv fehlt jedoch im Sortiment bislang.  

Also Fujifilm, sobald Ihr einen Body im Programm habt der meinen Punkt 1 adressiert und es ein 70-200/2.8 dafür gibt, wage ich den Systemwechsel und bestätige das Ende der DSLR – zumindest für mich… 

X-Photographer’s Interview – Zack Arias
X-Photographer’s Interview–David Hobby

Mein Fazit, fantastische Bildqualität und kompakte Abmessungen machen die X100s zu einer “immer dabei” Kamera. Sie macht großen Spaß und liefert tolle Ergebnisse. Die Akkulaufzeit könnte besser sein, mit 2 zusätzlichen Akkus ist man auf der sichern Seite und sollte durch den Tag kommen. Der AF reduziert die Anwendungsfälle ein wenig. Wer bereit ist die genannten Kompromisse einzugehen, bekommt mit der X100s ein tolles Stück Technik und wird seine Freude damit haben. Doch Obacht, nicht dem “Gear Acquisition Problem” verfallen… Zwinkerndes Smiley

P.S.: zum Thema Autofocus, hier noch ein paar Tipps:

Focus Review and Tips

Stillgestanden!

Ich beobachte immer wieder, wie sich Lightroom-Anwender darüber ärgern, dass Lightroom automatisch das Importfenster öffnet, sobald eine Speicherkarte erkannt wird (das kann zum Beispiel auch bei einem per USB verbundenen iPad/iPhone der Fall sein).
Sie bringen Lightroom mit Hilfe einer einfachen Voreinstellung dazu, sich in solchen Fällen ruhig zu verhalten. Ich persönlich öffne das Importfenster erst dann, wenn ich es wirklich will (Cmd+Shift+I).
Im folgenden Screenshot sehen Sie, welche Option Lightroom zum Stillstehen verdonnert:

Herzliche Grüsse

Ihr/Euer Michel Mayerle, www.ulrich-media.ch

So lautet die Seriennummer Ihrer Kamera

Hin und wieder müssen Sie für die Registrierung Ihrer Kamera oder für spezifische Download-Prozesse die Seriennummer Ihrer Kamera angeben. Doch wo finden Sie die auf die Schnelle?

Die Lösung ist denkbar einfach. Schauen Sie sich eines Ihrer Fotos in einem Programm an, welches EXIF-Metadaten anzeigen kann. Unter OSX ist sogar Apples Vorschau dazu bestens in der Lage. Im EXIF-Bereich finden Sie anschliessend die Seriennummer Ihrer Kamera oder des Objektives eingeblendet. Im Falle der Adobe Bridge können Sie lediglich auf die Seriennummer klicken, um gleich die ganze Nummer auszuwählen. In Lightroom können Sie sich sehr bequem auch alle Bilder anzeigen lassen, die mit einer bestimmten Seriennummer fotografiert wurden.

Wenn Sie beim Export der Bilder aus Lightroom nur die Copyright/Kontakt-Informationen in die Bilder einschliessen, sind diese Seriennummern-Angaben auch nicht mehr in den Bildern zu finden, was unter Umständen ganz praktisch sein kann.

Herzliche Grüsse

Ihr/Euer Michel Mayerle, www.ulrich-media.ch

Lightroom: Reihenfolge entscheidet über Geschwindigkeit

Ich werde immer wieder gefragt, in welcher Reihenfolge man in Lightroom Bildkorrekturen anwenden soll, damit die besten Resultate erzielt werden. Die Antwort lautet:
Es spielt keine Rolle ABER: Die Reihenfolge der anzuwendenden Korrekturen haben sehr wohl einen Einfluss auf die Geschwindigkeit in Lightroom, nicht jedoch auf die Qualität des Endresultates.
Konkret bedeutet dies, dass Sie mit der Korrektur anfangen können, die Ihnen gerade am wichtigsten erscheint. Das Endresultat wird nicht besser oder schlechter aussehen, wenn Sie Korrektur X am Anfang oder Ende Ihres Lightroom-Workflows anwenden. Lightroom mag es aber unter Umständen gar nicht, wenn einzelne Korrekturen zu früh angewendet werden. Ist dies der Fall, kann sich die Geschwindigkeit des Programms unter Umständen deutlich verschlechtern.
Grundsätzlich sollten Sie daher die Korrekturen spät anwenden, die für Lightroom mit einem grossen Rechenaufwand verbunden sind. Ich gebe Ihnen hier einen Tipp, in welcher Reihenfolge Sie Korrekturen anbringen können, ohne dass Lightroom von Anfang an in die Knie geht:

  1. Korrekturen mit dem Bereichsreparatur-Pinsel: Grundsätzlich sollten diese Korrekturen möglichst früh erfolgen. Die Genauigkeit der Referenzwerte für die Korrekturpunkte ist besser, wenn vorher nicht noch andere Korrekturen angewendet wurden. Ausserdem erfolgt die Retusche deutlich langsamer, wenn Sie vorher noch dutzende andere Korrekturen angewendet haben. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Lightroom es nicht mag, wenn Sie hunderte Punkte mit dem Bereichsreparatur-Pinsel anwenden. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie Photoshop bevorzugen!
  2. Objektivkorrekturen, Upright-Korrekturen, manuelle Verzerrungskorrekturen.
  3. Globale Farb- und Tonwertkorrekturen wie Weissabgleich, Belichtung usw. Sie können diese Korrekturen auch ganz am Anfang vornehmen, wenn Sie das bevorzugen.
  4. Lokale Korrekturen wie Verlaufsfilter oder Anpassungen mit dem Korrekturpinsel sollten erst sehr spät im Workflow erfolgen.
  5. Die ganzen Detailkorrekturen (Schärfen, Rauschreduzierung) sind für Lightroom extrem kompliziert zu berechnen (weil die Routinen denen von Photoshop um Welten überlegen sind). Wenden Sie eine globale oder selektive Schärfe bzw. Rauschreduzierung erst am Ende auf Ihr Bild an. Wenn Lightroom chronisch langsam ist, können Sie sich auch eine Vorgabe erstellen, mit dessen Hilfe alle Regler im Detail-Bereich zuerst auf 0 gesetzt werden.

Herzliche Grüsse

Ihr/Euer Michel Mayerle, www.ulrich-media.ch

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